Frauen und Armut

Der aktuelle Arbeitslosenreport der Wohlfahrtsverbände in NRW macht deutlich, dass Frauen es schwerer haben, beruflich Fuß zu fassen als Männer. Sie benötigen häufiger aufstockende Hartz-IV-Leistungen und erhalten weniger Unterstützung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen als Männer. Arbeitslos gemeldet sind zu 46 % Frauen und zu 54 % Männer, Fördermaßnahmen erhalten aber nur 38 % der Frauen. Dagegen werden 62 % der Männer gefördert. 

Im Kreis Heinsberg waren im September 2017 insgesamt 3419 Frauen arbeitslos gemedet, davon sind

  • 35 % langzeitarbeitslos,
  • 20 % alleinerziehend,
  • 60 % ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Eine Aufstockung der Bezüge mit Hartz IV-Leistungen benötigen im Kreis Heinsberg zu 57 % Frauen und zu 43% Männer.

Die Organisation der Kinderbetreuung neben der Arbeit, fehlende flexible Betreuungsplätze und ein geringes Angebot von flexiblen Teilzeitausbildungen machen es den Frauen schwer, eine existenzsichernde Beschäftigung aufzunehmen. Entsprechend gering fallen dann auch die Einzahlungen in die sozialen Sicherungssysteme aus, so dass schon jetzt Altersarmut vorprogrammiert ist.